2006: Die Katzenauffangstation des Tierschutzvereins Interlaken ist eröffnet!

Bilder zur Katzenauffangstation finden Sie in der Bildergalerie
(Die Bilder sind alle aktuell; so präsentiert sich die Auffangstation nach dem zweiten Anlauf 2006. Die Bilder illustrieren einen Bericht von Gisela Hertig, welche die Station in ihrem Privathaus in Bönigen betreibt. Die Bilder vom Aussengehege stammen aus dem Jahr 2010.)

Aller guten Dinge sind zwei..

Endlich ist es geschafft: die Katzenauffangstation des TSI steht. Einiges ist zwar noch provisorisch und auch mit der elektrischen Installation klappt es noch nicht so recht. Konkret gesagt, habe ich immer noch einen relativ grossen Verbrauch an Sicherungen und der Elektriker scheint nach wie vor nicht gewillt, etwas dagegen zu unternehmen...

Angefangen hat der Ausbau des Kellerraumes ausgesprochen gut. Nach der Hauptversammlung vom 10. Mai 2005, an der das Projekt bewilligt wurde, konnte mit dem Umbau begonnen werden. Allerdings musste ich zuerst den ganzen „Gerümpel“ aus dem grossen Abstellraum abtransportieren oder zumindest in den übrigen Räumen verteilen, was mir so einiges Kopfzerbrechen bereitete. Danach gingen die Bauarbeiten aber recht gut voran.
Gegen Ende Juli war die Auffangstation betriebsbereit und die Tierschutzkatzen konnten endlich aus den Zimmern meiner Kinder ausquartiert werden und in der Station einziehen.

Dieser Zustand dauerte jedoch nur knapp einen Monat an. Als am 23. August das Hochwasser kam, blieb auch unser Haus nicht verschont. Um 5 Uhr morgens meldete mein Sohn, der gerade zur Arbeit aufbrechen wollte, dass aus dem Kellerboden Wasser austräte. Ich sprang aus dem Bett und lief sofort zu den Katzen. Man konnte geradezu zusehen wie der Wasserspiegel stieg. Das Wasser aus den Kellerräumen drang zur Tür der Auffangstation ein und das Inventar stand nach und nach im Wasser.

Die Katzen waren völlig perplex und sprangen auf den Tablaren hin und her. Wir packten sie nach und nach und brachten sie wieder in die Kinderzimmer hinauf. Danach versuchten wir alles, was noch nicht so nass war, aus dem Haus zu tragen und in unserem Schuppen zu deponieren. Nun konnten wir nur noch abwarten (und Tee trinken). Das Wasser stieg zusehends und jegliche Versuche, irgendwo zu einer Pumpe zu kommen, scheiterten. Nach ein paar Tagen erhielten wir endlich die Pumpen und nach ca. 10 Tagen waren wir das Wasser los. Die Katzenauffangstation und die übrigen Räume im Untergeschoss mussten nun getrocknet und wieder instand gesetzt werden. Der Boden und die Wände der Station wurden herausgerissen und wochenlang dröhnten nun die Entfeuchtungsgeräte durch unser Haus.

Im Oktober begann der Umbau aufs Neue. Jetzt betraf er jedoch nicht mehr nur die Station, sondern es mussten in allen Kellerräumen Ausbesserungsarbeiten vorgenommen werden. Der ganze „Kellergerümpel“ wurde im Wohnbereich verteilt (Tiefkühltruhe in der Wohnstube…) und die Tierschutzbüsis machten es sich nach wie vor bei meinen Kindern gemütlich. Es war eine etwas schwierige Zeit und ich war wohl nicht mehr immer so „gut drauf“.

Ende November wagten wir einen zweiten Versuch, möblierten die neu errichtete Katzenauffangstation und die Katzen konnten wieder einziehen.
Seither läuft es ziemlich rund und es scheint auch, dass sich die einquartierten Tiere recht wohl fühlen. Sie haben einen grossen Innenraum zur Verfügung und freien Ausgang in zwei Zwinger, wovon auch rege Gebrauch gemacht wird.

Im Jahr 2005 konnte ich 69 Katzen und 1 Kaninchen neu platzieren. 4 Katzen konnten an ihren Besitzer zurückgegeben werden.
In diesem Jahr wurden bis Ende März bereits schon 22 Katzen platziert. Eine Katze ging an ihren Besitzer zurück. Es scheint fast, dass im 2006 ein neuer Rekord erreicht werden könnte. Langeweile wird auch in nächster Zeit nicht aufkommen.

Gisela Hertig
Katzenauffangstation TSI
Bönigen

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